"PARACYCLING ALS CHANCE, LEIDENSCHAFT ZU LEBEN"

ZU mir persönlich

By Vollformat

Flurina Rigling  geboren am 22.09.1996
Disziplinen Strasse, Zeitfahren & Bahn
Grösste Erfolge Weltmeisterin Individual Pursuit, Europameisterin Strasse, Vizeweltmeisterin Zeitfahren
Persönlicher Trainer M.Pleus
Trainer Bahn S. Bugden
Nationaltrainer D. Hirs
Velomechaniker Traumbikes.com
Orthopäden NUMO & Bellikon

(Foto: A. Rigling)

 

 Ich bin Flurina Rigling (1996) und lebe in Hedingen, wo ich auch zur Schule ging. Das Langzeitgymnasium habe ich anschliessend am Freien Gymnasium Zürich (FGZ) mit dem Schwerpunkt Latein  absolviert. Ich bin breit interessiert. Mich faszinieren medizinisch, sportliche Aspekte, und die Natur genauso, wie die Politik und das aktuelle Weltgeschehen. Nach der Matura machte ich den Bachelor in Politik- und Umweltwissenschaften an der Universiät Zürich. Im Moment bin ich als Rekrutin in der Spitzensport RS in Magglingen und am Master der Politikwissenschaften.

Seit meiner Geburt habe ich ein Handicap an beiden Händen und Füssen. Durch das fehlen der vier Strahlen an Händen und Füssen bin ich in der Grifffähigkeit eingeschränkt und kann zudem meine Wadenmuskulatur nicht einsetzen. Ich bin damit aufgewachsen, habe gelernt damit zu leben und wo nötig nach Lösungen zu suchen, sodass ich heute ein selbstständiges Leben führe. 

 

Paracycling ist meine Leidenschaft und ich engagiere mich für mehr Sichtbarkeit des Parasports und dessen Inklusion in den Regelsport. Es ist ein Gewinn für beide Seiten, denn Diversität ist wichtig, macht ein Team leistungsfähiger und resilient.

 



Das paracycling &  Ich

Ich war seit meiner Kindheit immer polysportiv unterwegs. 2019 begann ich mich über Parasport zu informieren und trat mit Plusport in Kontakt. Dany Hirs, der Paracycling-Nationaltrainer, bemühte sich sehr stark um mich und führte mich in die Rennradwelt ein. Mit seiner Begeisterung steckte er mich an und so stieg ich in den Leistungssport ein. Ich trainiere regelmässig und intensiv zwischen 15 und 20 Stunden in der Woche. Das Paracycling macht mir grosse Freude, erfüllt mich und wurde zu meiner Leidenschaft.

Ich kann hier unter Gleichgesinnten trainieren und meine Grenzen ausloten. Ich möchte zeigen, dass trotz Handicap Leistungssport auf hohem Niveau möglich ist - ich lasse mich durch meine Behinderung nicht behindern.


TRAININGSALLTAG

Im Sommer verbringe ich die meisten meiner Trainingseinheiten auf der Strasse. Dazu kommt Kraft- und Stabilitätstraining, sowie Dehn- und Beweglichkeitsübungen. Auch Gleichgewichts- und Technikübungen gehören dazu und sind auf Grund meiner speziellen Voraussetzungen besonders wichtig. Im Winter liegt der Fokus stärker auf dem Krafttraining. Meist trainiere ich alleine, manchmal haben wir gemeinsame Trainingslager. Zudem trainiere ich mit Leistungssportler:innen aus dem Regelsport und bin Mitglied des Velo 67 Racing Teams. Der Austausch mit den Regelsportler:innen ist essentiell und bringt mich stark weiter.

Betreut und trainiert werde ich von Michael Pleus (MSc Bewegungswissenschaften und Sport ETH, Leistungsdiagnostiker in der Sportmedizin und Rehabilitation der Rehaklinik Bellikon).  Er unterstützt mich mit grossem Engagement und schreibt mir die Trainingspläne, welche auf meine Bedürfnisse abgestimmt sind. Dabei sind wir auch stets damit beschäftigt, das Training an meine Fähigkeiten anzupassen. Mit meiner Physiotherapeutin passen wir Kraft- und Stabilisationsübungen an, damit ich diese mit meinem Handicap ausführen kann. Hinzu kommt die Zusammenarbeit mit meiner Sportpsychologin.


weit mehr als nur training - spezialanpassungen & material

(Foto: F. Rigling)

 

Neben dem Training investiere ich viel Zeit in die Anpassung meines Materials. An meinem Rennvelo habe ich Anpassungen, wie zusätzliche Bremsen und spezielle elektronische Schalteinrichtungen. In diesen Belangen leistet mein Velomechaniker unschätzbar wertvolle Arbeit. Aber auch eine spezielle Trinkvorrichtung musste ich entwickeln, da ich während dem Fahren nicht aus der Flasche trinken kann. Für diese Anpassungen arbeite ich im Moment auch mit der ETH Zürich zusammen.

Weiter brauche ich angepasste Handschuhe und spezielle Velomassschuhe, deren Entwicklung und Anpassung sehr aufwändig ist. Die Orthopädie Bellikon und Numo Systems leisten dafür äusserst wichtige und innovative Präzisionsarbeit.  

Es braucht viel Geduld, da viel probiert, angepasst und geändert werden muss. Dabei lerne ich aber auch viel über mich und meinen Körper. Und es lohnt sich, da immer wieder Optimierungen erzielt werden und ich dadurch noch effizienter, schneller und besser werde.


AUSGLEICH ZUM TRAINING

An Erholungstagen arbeite ich gerne in unserem grossen Garten oder gehe in den nahe gelegenen Badeweiher oder die Reuss schwimmen. Neben dem intensiven Training bin ich auch sonst gerne draussen in der Natur unterwegs, speziell die Bergwelt hat es mir angetan. Ich liebe es die Täler des Engadins zu durchwandern oder auch im Hochgebirge auf Bergtouren unterwegs zu sein.

 



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